Unsere Geschichte
Sustify entstand aus einer einfachen Idee: Unsere globale Lieferkette wäre nachhaltiger und resilient, wenn alle Beschäftigten ihre Rechte und Pflichten verstehen würden.
Als ich vor Jahren im Bereich Schulungen in globalen Lieferketten tätig war, erlebte ich eine große Kluft zwischen dem Bild, das Unternehmen nach außen vermitteln, und der Realität hinter den Kulissen. Ich sah, wie Unternehmen Abkürzungen nahmen, um in Audits ein A-Rating zu erhalten: Sie wählten einzelne Beschäftigte gezielt aus und wiesen sie an, bei Befragungen durch Auditor:innen die „richtigen“ Antworten zu geben. Sie schulten 20 Menschen in einer Fabrik mit Tausenden Beschäftigten und nannten das „Schulung der Belegschaft“. Aber die Belegschaft besteht nicht aus nur 1 %.
Diese Abkürzungen machen die globale Lieferkette unsicherer. Das gilt für die Beschäftigten, die ein Recht darauf haben, ihre Rechte zu verstehen und zu wissen, wie sie am Arbeitsplatz gesund bleiben. Es gilt aber auch für Unternehmen: Gefährdungen am Arbeitsplatz und Menschenrechtsverletzungen setzen ihr Geschäft Risiken aus.
Ich fragte mich: Wie können wir alle schulen – wirklich jeden einzelnen Menschen?
2018 gründete ich Sustify. Wir konzentrierten uns auf die Entwicklung niedrigschwelliger digitaler Schulungen, die Beschäftigten in unterschiedlichen Ländern und Branchen zugänglich sind. Begonnen haben wir mit einem kleinen Brandschutzkurs für Beschäftigte in der Textilindustrie; heute bieten wir 3 Kurse in über 20 Sprachen für 4 Branchen an.
Sustify ist ein Sozialunternehmen. Wir sind wirtschaftlich tätig, dienen aber dem Gemeinwohl. Unsere Werte – Ehrlichkeit, Wertschätzung und Vertrauen – sind fest in unseren Produkten und unserer Arbeitsweise verankert. Wir sind unabhängig geblieben, ohne externe Investoren, damit wir bei diesen Werten keine Kompromisse eingehen müssen.
Mit jedem einzelnen Menschen, den wir erreichen, arbeiten wir weiter auf unser Ziel hin: die weltweite Stärkung und Sicherung würdevoller Arbeit.